Visum und Anmeldung bei der Stadt

Visum ist Pflicht für Studierende aus Drittstaaten

Internationale Studierende, die aus einem Drittstaat kommen, benötigen - bis auf einige Ausnahmen - für die Einreise nach Deutschland ein Visum. Dieses erhalten sie bei der jeweiligen deutschen Auslandsvertretung. Dabei wird grundsätzlich zwischen zwei Visumstypen unterschieden.

1.
Das Schengen-Visum wird für einen kurzzeitigen Aufenthalt (zum Beispiel touristischer Aufenthalt, Teilnahme am Sommersprachkurs) von bis zu drei Monaten pro Halbjahr ausgestellt. Vorsicht: Wer ein Schengen-Visum hat, muss nach spätestens drei Monaten wieder ausreisen. Das Schengen-Visum ist also nicht geeignet, wenn man ein Studium, eine Promotion oder einen Forschungsaufenthalt in Deutschland absolvieren möchte.

2.
Ein nationales Visum wird für einen mehr als dreimonatigen Aufenthalt (zum Beispiel zum Studium oder zur Promotion) ausgestellt. Wenn Sie studieren oder promovieren möchten, sollten Sie also auf jeden Fall von vornherein ein nationales Visum für den Aufenthalt zu Studienzwecken beantragen. Dafür müssen Sie in der Regel die folgenden Unterlagen bei der für Sie zuständigen deutschen Auslandsvertretung vorlegen: 

  • die Zulassung der deutschen Hochschule,
  • einen Krankenversicherungsschutz,
  • einen Nachweis über eventuell bereits erbrachte Studienleistungen,
  • einen Nachweis über eventuell vorhandene Deutschkenntnisse oder einen geplanten Sprachkurs in Deutschland,
  • Unterlagen, die die Finanzierung des Lebensunterhalts während des Studiums belegen (Finanzierungsnachweis, z.B. Sperrkonto).
     
Achtung: Ab dem 1. Januar 2020 erhöht sich der  angenommene jährliche Regelbedarf, der bei der Visumbeantragung auf das Sperrkonto eingezahlt sein muss, auf 10.236 Euro (853 Euro pro Monat).
Der erhöhte Betrag gilt für alle Visa-Anträge, die ab dem 1. September 2019 gestellt werden.

Mehr Informationen finden Sie auf den Seiten des Auswärtigen Amtes.
 

3.
Im Rahmen der REST-Rechtlinie ist es Studierenden mit Drittstaatenangehörigkeit möglich, sich ohne deutschen Aufenthaltstitel in Deutschland aufzuhalten und dort zu studieren, sofern ihnen bereits in einem anderen EU-Mitgliedsstaat ein Afenthaltstitel im Sinne der REST-Richtlinie erteilt wurde. Vorraussetzung für diese erleichterten Mobilitätsbedingungen innerhalb der EU sind neben der Zusendung einer digital ausgefüllten Mitteilung (  Download für das Mitteilungsformular Mobilität nach §16a AufenthG) und einem Dokument über den Nachweis von finanziellen Mitteln (Download) auch:

  • Aufenthalttitel des ersten EU-Mitgliedstaates zu Studienzwecken und im Sinne der Richtlinie (Achtung: dieser muss während der gesamten Aufenthaltsdauer in Deutschland gültig sein, da der Aufenthalt im Rahmen der Mobilität auf dem Aufenthaltstitel des ersten EU-Mitgliedstaates basiert.)
  •  Nachweis über die Teilnahme an einem Unions- oder multilateralen Programm mit Mobilitätsmaßnahmen bzw. die Vereinbarung zwischen den Hochschulen (dies kann z.B. ein Erasmusvertrag sein oder ein binationaler Studiengang)
  • Nachweis der Zulassung an der aufnehmenden Hochschuleinrichtung
  • Anerkannter, gültiger Pass/Passersatz
  • Nachweis der Sicherung des Lebensunterhaltes (aktuell mindestens Euro 853,-- pro Monat, hierzu gehört auch der Nachweis einer in Deutschland gültigen Krankenversicherung) - hierfür: Kontoauszüge o.Ä.
     

All Dokumente müssen im pdf-Format spätestens 5 Wochen vor der geplanten Anreise nach Deutschland an folgende Email geschickt werden: jbensien@uv.uni-kiel.de!

4.
Eine weitere Variante ist ein Visum für einen Sprachkurs. Doch Vorsicht: Dieses ist nur gültig für die Dauer des Sprachkurses. Es kann nicht in ein Visum zu Studienzwecken umgewandelt werden. Soll ein Sprachkurs in Zusammenhang mit einem Studium absolviert werden, muss dies bei der Visumbeantragung angegeben werden. Für diesen Aufenthaltszweck muss ein Studienvisum oder ein Studienbewerbervisum beantragt werden.
 


Anmeldung in Kiel
 

Alle Personen, die nach Deutschland ziehen (Staatsangehörige aus der EU, dem EWR UND alle NICHT-EU-Staatsangehörige) müssen sich nach Ankunft in Deutschland beim zuständigen Einwohnermeldeamt ihrer Stadt anmelden. Sollten Sie eine Wohnung in Kiel haben, so erfolgt die Anmeldung über folgendes online-Portal:
Bitte beachten Sie, dass Sie sich hier nur anmelden, wenn Sie auch in Kiel wohnen werden. Sie können sich sowohl im Rathaus als auch in den Kieler Stadtteilbürgerämtern für einen Termin anmelden.
Hier finden Sie die Informationen, was Sie für eine Anmeldung benötigen:

Sollten Sie nicht in Kiel wohnen, so informieren Sie sich bitte in Ihrer Gemeinde, wo und wie die Anmeldung erfolgen muss.
 
Wir empfehlen, sich schon vor der Einreise nach Deutschland für einen Termin anzumelden, sobald die Deutsche Botschaft Ihr Visum bewilligt hat, bzw. sobald feststeht, dass Sie nach Kiel reisen werden.
 
Ab dem 15. November 2019 wird das Einwohnermeldeamt der Stadt Kiel jeweils freitags von 7 bis 12 Uhr eine offene Sprechstunde anbieten. Wir empfehlen, früh dort zu sein, um einen Termin für den Tag zu bekommen.


Beantragung des Aufenthaltstitels

 

Staatsangehörige aus der EU und dem EWR

benötigen in Deutschland  keinen Aufenthaltstitel.
 

Staatsangehörige aus Drittstaaten (NICHT-EU)

müssen nach Einreise und nach der Anmeldung beim Einwohnermeldeamt einen Termin bei der zuständigen Zuwanderungsabteilung beantragen, um einen Aufenthaltstitel zu erhalten. Für die Beantragung eines Termins müssen Sie aber nachweisen, dass Sie schon einen Termin beim zuständigen Einwohnermeldeamt haben, denn dadurch entscheidet sich, welche Zuwanderungsabteilung für Sie zuständig sein wird.
 
Sobald Sie einen Termin für die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt in Kiel haben, sollten Sie auch schon einen Termin bei der Kieler Zuwanderungsabteilung vereinbaren, indem Sie eine Email schicken an zuwanderungsabteilung@kiel.de.
 
Sollten Sie in einer anderen Stadt wohnen, so erkundigen Sie sich bitte, wo sich die für Sie zuständige Zuwanderungsabteilung befindet und wie Sie dort Termine vereinbaren können.
 
Im Allgemeinen werden Sie folgende Unterklagen benötigen:
 
  • Ausgefüllte Meldebestätigung des Einwohnermeldeamtes / des Bürgeramtes
  • Nachweis über eine private oder gesetzliche Krankenversicherung
  • Studentenausweis der Hochschule
  • Finanzierungsnachweis
  • Gültiger Pass
  • Geld für anfallende Gebühren (fragen Sie vorher bei Ihrer Ausländerbehörde nach den Tarifen)
     

Ihre zuständige Zuwanderungsabteilung wird Ihnen bei der der Terminvergabe aber mitteilen, was in Ihrem Fall alles mizubringen ist. Nach der Prüfung Ihrer Unterlagen wandelt die Zuwanderungsabteilungihr Visum in eine "Aufenthaltserlaubnis für Studienzwecke" um. Die Aufenthaltserlaubnis ist zunächst einmal auf ein bis zwei Jahre beschränkt. Da Studienprogramme in der Regel  mehrere Jahre dauern, werden Sie Ihre Aufenthaltserlaubnis nochmals verlängern lassen müssen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an
Jan Bensien
Email: jbensien@uv.uni-kiel.de