Förderprogramme

Stipendien für Studienvorbereitung und Studium: Garantiefonds der Otto-Benecke-Stiftung

Das Förderprogramm richtet sich an junge Migrantinnen und Migranten, die in Deutschland die Hochschulreife erwerben wollen, sich auf ein Hochschulstudium vorbereiten und eine akademische Laufbahn anstreben und die als Flüchtlinge, jüdische Immigranten oder Spätaussiedler bzw. deren Angehörige in Deutschland leben. Zweck ist die alsbaldige gesellschaftliche Eingliederung, insbesondere die Fortsetzung der im Herkunftsland unterbrochenen Ausbildung.

Die Richtlinien Garantiefonds Hochschulbereich (RL-GF-H) wurden überarbeitet und neu veröffentlicht. Der zu fördernde Personenkreis wurde u.a. um nachgereiste Ehegatten und Ehegattinnen von Flüchtlingen erweitert. Die Stipendiensätze wurden angepasst. Die Richtlinien im Wortlaut finden Sie auf der Homepage der Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule www.bildungsberatung-gfh.de unter dem Menüpunkt „Förderung“. Die aktualisierten RL-GF-H treten am 1.1.2017 in Kraft.

BAföG für Geflüchtete

Anerkannte Flüchtlinge (anerkannte Asylberechtigte, Flüchtlinge mit Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft bzw. subsidiärem Schutz, BAföG § 8 Abs.2 Nr.1) können BAföG beantragen, unabhängig davon, wie lange sie bereits in Deutschland sind.

Als BAföG-Empfänger können sie darüber hinaus 4800 € im Jahr dazu verdienen. Gleiches gilt ab 1.1.2016 für Geduldete und Inhaber bestimmter humanitärer Aufenthaltstitel, wenn sie sich bereits 15 Monate in Deutschland aufhalten (Voraufenthalt).

Asylbewerber und -bewerberinnen, deren Asylantrag  noch nicht entschieden ist, können kein BAföG beantragen. Sie erhalten Unterstützung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG). Nach drei Monaten besteht die Möglichkeit zu arbeiten, allerdings erst nach Vorrangprüfung.

Die Aufnahme des Gasthörerstatus an der CAU ist bei Bezügen nach dem Asylbewerberleistungsgesetzes möglich.

Stipendien-Datenbank

Mystipendium ist ein Social Stratup und Europa's größte Stipendien-Plattform, die über 2300 unterschiedliche Stipendienprogramme enthält und über die Sie anhand von individuellen Auswahl-Kriterien nach einem für Sie passenden Stipendium suchen können.

Stipendien der Heinrich Böll-Stiftung

Die Heinrich-Böll-Stiftung lädt Geflüchtete, die ein Studium beginnen oder fortsetzen wollen (im Erststudium oder im Masterstudium, unabhängig vom Hochschultyp und von der Semesterzahl) und die zum Studium zugelassen sind oder werden, ein, sich um ein Stipendium zu bewerben. Sie können sich in jedem Bewerbungsverfahren, auch schon vor der Aufnahme des Studiums, bewerben. Es gelten die allgemeinen Bewerbungsvoraussetzungen.

Stipendien für Geflüchtete der Hans-Böckler Stiftung: Programm 'Böckler-Aktion Bildung'

Die Hans-Böckler-Stiftung bietet Geflüchteten, die ab 2014 in Deutschland sind und sich seit mindestens 15 Monaten ununterbrochen rechtmäßig, gestattet oder geduldet in Deutschland aufhalten, über die Böckler-Aktion Bildung die Möglichkeit, sich für ein Stipendium zu bewerben. Wichtig ist dabei, dass die Bewerberinnen und Bewerber  nicht nur gute schulische Leistungen erbracht haben, sondern sich engagiert (ehrenamtlich, politisch, gesellschaftlich) haben und dies auch während des Studiums weiter  tun möchten. Formale Voraussetzung für ein Stipendium ist die BAföG-Berechtigung der Geflüchteten.

Die nächste Bewerbungsfrist endet am 31. Oktober 2017 (Förderbeginn: Sommersemester 2018!)

Für Geflüchtete sind die Bewerbungsvoraussetzungen und speziellen Informationen auf einer eigenen Website zusammengefasst.

Bei Fragen gerne bei Sarah Winter melden:

Sarah Winter, Abteilung Studienförderung, Referat I: Bewerbung, Böckler-Aktion Bildung

Telefon +49 0211 7778-189

Telefax +49 0211 7778-4189

sarah-winter@boeckler.de

Stipendien für Geflüchtete der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES)

Zum aktuellen Zeitpunkt fördert die FES ausschließlich Geflüchtete, die über einen geregelten Aufenthaltsstatus und/oder einen BAföG-Anspruch verfügen (Aufenthalt in Deutschland länger als 15 Monate). Außerdem werden folgende Voraussetzungen erwartet:

  • Sprachkenntnisse in Deutsch müssen mindestens dem Niveau B1/B2 entsprechen. Diese sind zwingend erforderlich für den weiteren Verlauf der Bewerbung.
  • Geflüchtete müssen eine Studienplatzzusage oder Immatrikulationsbescheinigung an einer staatlichen oder staatlich anerkannten deutschen (Fach-)Hochschule vorweisen.
  • Eine Bewerbung ist nur dann möglich, wenn erste Leistungsnachweise in Deutschland vorliegen oder bereits im Ausland studiert wurde (gilt nicht für Promotion).

Weitere Informationen zu den Auswahlkriterien und dem Bewerbungsprozess finden Sie auf den Seiten der FES.

Stipendien der Konrad-Adenauer-Stiftung

Mit der Studienförderung möchte die engagierten jungen Menschen ein gründliches Studium ermöglichen und sie für Aufgaben in Staat und Gesellschaft, insbesondere in Wissenschaft und Wirtschaft, Politik und Verwaltung, Medien und Kultur sowie in internationalen Organisationen, vorbereiten.

Deutschlandstipendium

Im Deutschlandstipendienprogramm werden Studierende in allen Studienphasen und in allen Fächern über 1 Jahr mit 300 Euro monatlich gefördert. Voraussetzung ist, so steht es im Gesetz, dass ihr Werdegang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lässt. Die Hälfte des Stipendiums gibt dabei das Bundesministerium für Bildung und Forschung, wenn private Stifterinnen und Stifter die andere Hälfte beisteuern.

Begabtenförderung im Hochschulbereich

Die Begabtenförderungswerke von StipendiumPlus fördern Studierende in Vollzeitstudiengängen an einer staatlichen oder staatlich anerkannten deutschen Hochschule (in der Regel Universität oder Fachhochschule). Ausländische Studierende, können gefördert werden, wenn sie über eine dauerhafte Aufenthaltsperspektive im Sinne von § 8 BAföG verfügen und an einer staatlichen oder staatlichen anerkannten Hochschule eingeschrieben sind. Nähere Informationen zu den Voraussetzungen des § 8 BAföG finden Sie hier. Bei Vorliegen der jeweiligen Voraussetzungen können für das Studium förderliche Studien- bzw. Praktikumsaufenthalte im Ausland gefördert werden.