Workshop: Multimedia Projekt

Durch die gestiegene Anzahl von internationalen Studierenden in Deutschland und durch die allgemeine Tendenz zur Internationalisierung der Gesellschaft kommt dem interkulturellen Kontakt und Austausch eine gesteigerte Bedeutung zu. Kommunikation und Interaktion gelingen nicht immer für beide Seiten zufriedenstellend. Es entstehen Irritationen und Missverständnisse aus unterschiedlichsten Gründen (Sprach- und Verständigungsschwierigkeiten, kulturelle Unterschiede, unterschiedliche Lern- und Lehrkulturen u.a.).

Um mit der kulturellen Diversität in der Gesellschaft umgehen zu können, sind Offenheit, Reflexivität, Empathie und ein gegenseitiger Lernprozess notwendig. Die „Critical Incident“-Theorie (Flanagan 1954) bietet eine qualitative Methode, um durch die Analyse von einzelnen kritischen Situationen („Critical Incidents“) Wahrnehmungen aus verschiedenen Blickwinkeln zu analysieren, reflektieren und in einen neuen Bedeutungskontext zu stellen.

 

Im Rahmen des Seminars führen deutsche Studierende Interviews mit internationalen Studierenden über interkulturelle Missverständnisse, die die Internationalen in Deutschland erlebt haben. Diese „Critical Incidents“ werden von den deutschen Studierenden in einem Blog erfasst und dort in Form von Video-/Audioclips oder als Text veröffentlicht.

 

Lernziele:

Die Studierenden

•             bestimmen Grundbedingungen des Umgangs mit diversen menschlichen Biographien

•             identifizieren Aspekte ihrer eigenen Identität und Sozialisation

•             beurteilen Begegnungen im interkulturellen Austausch und leiten ihre eigenen Handlungsstrategien für interkulturelle Situationen ab

•             erstellen einen Blog zu „Critical Incidents“

•             nutzen audiovisuelle Medien zur Aufnahme von Fallbeispielen

 

Workshopleitung: Preeti Chadha-Gebauer

Termine: 13.8 – 15.8, jeweils von 09:30 – 15:00, Blockveranstaltung