Visum und Anmeldung bei der Stadt

Wichtige Informationen während der Corona-Krise:
 

1. Für Studierende, die sich im Ausland für ein Visum bewerben


Für Studierende aus der EU, aus Schengen-assoziierten Staaten (Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein) und Großbritannien gilt das visumsfreie Einreisen.

Aktuell sind fast alle Länder aus diesem Gebiet nicht als Risiko-Gebiet bzgl. der Corona-Pandemie eingestuft. Dies kann sich jedoch auch wieder ändern, denn die Bundesregierung prüft fortlaufend, inwieweit Gebiete als Risikogebiete einzustufen sind. Daher kann es auch zu kurzfristigen Änderungen, insbesondere zu einer Erweiterung dieser Liste, kommen und es ist nicht ausgeschlossen, dass auch Länder aus dem o.a. Gebiet wieder davon betroffen sind. Bitte prüfen Sie daher unmittelbar vor Antritt Ihrer Reise, ob Sie sich innerhalb der letzten 14 Tage vor Einreise nach Deutschland in einem Risiko-Gebiet aufgehalten haben. In diesen Fällen müssen Sie mit einer Verpflichtung zur 14-tägigen Quarantäne rechnen. Die aktuelle Liste der betroffenen Länder finden Sie auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html


Für Studierende außerhalb des Schengen-Gebietes gilt folgendes:

Grundsätzlich müssen Sie für die Durchführung des Studiums ein Visum bei der nächsten Deutschen Botschaft oder dem nächsten Deutschen Konsulat beantragen. Dies ist momentan nicht so einfach, denn teilweise haben die Botschaften noch nicht wieder geöffnet.

In den Staaten, die nicht als Risiko-Gebiete eingestuft sind, kann ein Visum regulär beantragt werden. Für die Länder aber, die den Status eines Risiko-Gebietes haben, kann ein Visum nur beantragt werden, sofern das Studium nicht vollständig vom Ausland aus durchgeführt werden kann, Sie also auf dem Campus der Universität präsent sein müssen. Sie benötigen daher bei Visums-Beantragung bzw. für die Einreise nach Deutschland eine entsprechende Präsenzbescheinigung der Universität.
Bitte erkundigen Sie sich daher rechtzeitig in Ihrem Fachbereich / Institut, ob eine Präsenz auf dem Campus notwendig ist, oder ob das Studium im Wintersemester vollkommen online aus Ihrem Heimatland durchgeführt werden kann. Sollte dies der Fall sein, kann keine Präsenzbescheinigung ausgestellt werden und die Beantragung des Visums wird nicht möglich sein. Das Semester muss dann in Ihrem Heimatland unter Nutzung der online-Ressourcen durchgeführt werden, die Ihnen Ihr Institut zur Verfügung stellt. Eine Liste aller Studienfachberater finden Sie hier: https://www.studium.uni-kiel.de/de/kontakt-beratung/studienfachberatung/glossar

Sollten Sie von Ihrem Fachbereich die Rückmeldung erhalten, dass eine Präsenz auf dem Campus für die Teilnahme an Veranstaltungen oder für die Durchführung von Prüfungen notwendig ist, so fragen Sie dort nach einer Präsenzbescheinigung. Diese Bescheinigung müssen Sie sowohl bei der Beantragung des Visums als auch bei der Deutschen Bundespolizei vorzeigen, wenn Sie nach Deutschland einreisen.

Wichtig: Sollten Sie aus einem Land außerhalb des Schengen-Raums einreisen, für das normalerweise keine Visumspflicht besteht, so können Sie auch von der Visumspflicht und der Notwendigkeit einer Präsenzbescheinigung betroffen sein, sollte Ihr Land als Risiko-Gebiet eingestuft sein. In diesem Fall müssten Sie auch die nächste Deutsche Botschaft, bzw. das nächste Konsulat kontaktieren. Wir empfehlen, auch diesbezüglich regelmäßig auf die Seite des Robert-Koch-Instituts zu schauen: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html
 

Wenn Sie aus einem Risiko-Gebiet nach Deutschland einreisen, unterliegen Sie einer 14-tägigen Quarantäne. Sollte bei Ihrer Anreise kein negativer COVID-19 Test vorliegen, muss diese Quarantäne eingehalten werden. Mehr Informationen finden Sie dazu auf unserer Website!

 

2. Für Studierende, die schon einen Aufenthaltstitel in Deutschland erhalten haben:
 

Aufenthaltserlaubnisse - Aufenthaltstitel und Visa:

  • Aufenthaltstitel/Visa (und daher auch dazugehörige Arbeitserlaubnisse), die in der Corona-Zwischenzeit (ab etwa 17.03.2020) abgelaufen sind, bzw. demnächst ablaufen werden, behalten ihre Gültigkeit bis ein Termin bei der Zuwanderungsabteilung stattfindet. Dies gilt auch für die 120-Tage-Arbeitserlaubnis.
  • Personen mit Aufenthaltstiteln für Deutschland, die sich im Ausland aufhalten und deren Aufenthaltstitel im Ausland ablaufen, können sich per E-Mail an die Kieler Zuwanderungsabteilung wenden (zuwanderungsabteilung@kiel.de), um eine Fiktionsbescheinigung zu bekommen, die die Wiedereinreise nach Deutschland erlaubt.   
  • Termine, die während der Schließung der Zuwanderungsabteilung in Kiel storniert wurden, müssen nicht neu angefragt werden. Die betroffenen Personen bekommen von der Zuwanderungsabteilung eine neue Termineinladung zugeschickt.
  • Termine, die für die Zeit nach der Wiedereröffnung der Zuwanderungsabteilung (ab Mai) geplant waren/sind, müssen nicht neu angefragt werden. Die betroffenen Personen bekommen von der Zuwanderungsabteilung eine neue Termineinladung (bzw. eine Bestätigung des bestehenden Termins) zugeschickt.
     

 

Allgemeine Informationen zum Visum ist für Studierende aus Drittstaaten
 

Internationale Studierende, die aus einem Drittstaat kommen, benötigen - bis auf einige Ausnahmen - für die Einreise nach Deutschland ein Visum. Dieses erhalten sie bei der jeweiligen deutschen Auslandsvertretung. Dabei wird grundsätzlich zwischen zwei Visumstypen unterschieden.

1.
Das Schengen-Visum wird für einen kurzzeitigen Aufenthalt (zum Beispiel touristischer Aufenthalt, Teilnahme am Sommersprachkurs) von bis zu drei Monaten pro Halbjahr ausgestellt. Vorsicht: Wer ein Schengen-Visum hat, muss nach spätestens drei Monaten wieder ausreisen. Das Schengen-Visum ist also nicht geeignet, wenn man ein Studium, eine Promotion oder einen Forschungsaufenthalt in Deutschland absolvieren möchte.

2.
Ein nationales Visum wird für einen mehr als dreimonatigen Aufenthalt (zum Beispiel zum Studium oder zur Promotion) ausgestellt. Wenn Sie studieren oder promovieren möchten, sollten Sie also auf jeden Fall von vornherein ein nationales Visum für den Aufenthalt zu Studienzwecken beantragen. Dafür müssen Sie in der Regel die folgenden Unterlagen bei der für Sie zuständigen deutschen Auslandsvertretung vorlegen: 

  • die Zulassung der deutschen Hochschule,
  • einen Krankenversicherungsschutz,
  • einen Nachweis über eventuell bereits erbrachte Studienleistungen,
  • einen Nachweis über eventuell vorhandene Deutschkenntnisse oder einen geplanten Sprachkurs in Deutschland,
  • Unterlagen, die die Finanzierung des Lebensunterhalts während des Studiums belegen (Finanzierungsnachweis, z.B. Sperrkonto).
     
Achtung: Ab dem 1. Januar 2020 erhöht sich der  angenommene jährliche Regelbedarf, der bei der Visumbeantragung auf das Sperrkonto eingezahlt sein muss, auf 10.236 Euro (853 Euro pro Monat).
Der erhöhte Betrag gilt für alle Visa-Anträge, die ab dem 1. September 2019 gestellt werden.

Mehr Informationen finden Sie auf den Seiten des Auswärtigen Amtes.
 

3.
Im Rahmen der REST-Rechtlinie ist es Studierenden mit Drittstaatenangehörigkeit möglich, sich ohne deutschen Aufenthaltstitel in Deutschland aufzuhalten und dort zu studieren, sofern ihnen bereits in einem anderen EU-Mitgliedsstaat ein Afenthaltstitel im Sinne der REST-Richtlinie erteilt wurde. Vorraussetzung für diese erleichterten Mobilitätsbedingungen innerhalb der EU sind neben der Zusendung einer digital ausgefüllten Mitteilung (  Download für das Mitteilungsformular Mobilität nach §16a AufenthG) und einem Dokument über den Nachweis von finanziellen Mitteln (Download) auch:

  • Aufenthalttitel des ersten EU-Mitgliedstaates zu Studienzwecken und im Sinne der Richtlinie (Achtung: dieser muss während der gesamten Aufenthaltsdauer in Deutschland gültig sein, da der Aufenthalt im Rahmen der Mobilität auf dem Aufenthaltstitel des ersten EU-Mitgliedstaates basiert.)
  •  Nachweis über die Teilnahme an einem Unions- oder multilateralen Programm mit Mobilitätsmaßnahmen bzw. die Vereinbarung zwischen den Hochschulen (dies kann z.B. ein Erasmusvertrag sein oder ein binationaler Studiengang)
  • Nachweis der Zulassung an der aufnehmenden Hochschuleinrichtung
  • Anerkannter, gültiger Pass/Passersatz
  • Nachweis der Sicherung des Lebensunterhaltes (aktuell mindestens Euro 853,-- pro Monat, hierzu gehört auch der Nachweis einer in Deutschland gültigen Krankenversicherung) - hierfür: Kontoauszüge o.Ä.
     

All Dokumente müssen im pdf-Format spätestens 5 Wochen vor der geplanten Anreise nach Deutschland an folgende Email geschickt werden: jbensien@uv.uni-kiel.de!

4.
Eine weitere Variante ist ein Visum für einen Sprachkurs. Doch Vorsicht: Dieses ist nur gültig für die Dauer des Sprachkurses. Es kann nicht in ein Visum zu Studienzwecken umgewandelt werden. Soll ein Sprachkurs in Zusammenhang mit einem Studium absolviert werden, muss dies bei der Visumbeantragung angegeben werden. Für diesen Aufenthaltszweck muss ein Studienvisum oder ein Studienbewerbervisum beantragt werden.
 


Anmeldung in Kiel
 

Alle Personen, die nach Deutschland ziehen (Staatsangehörige aus der EU, dem EWR UND alle NICHT-EU-Staatsangehörige) müssen sich nach Ankunft in Deutschland beim zuständigen Einwohnermeldeamt ihrer Stadt anmelden.
 
Die Öffnungszeiten des Bürgeramtes (Rathaus, Fleethörn 9) in Kiel sind:
montags 7.30 bis 16 Uhr
dienstags 7.30 bis 18 Uhr
donnerstags 7.30 bis 16 Uhr und
freitags 7.30 bis 12 Uhr.
 
Jeweils zwischen 7.30 und 12 Uhr ist Spontansprechstunde. Wer dann kommt, meldet sich mit den erforderlichen Unterlagen am Info-Tresen und erhält eine Wartenummer. Es sind nur begrenzt Wartenummern verfügbar.

Ab 12 Uhr können Melde-, Pass- und Ausweisangelegenheiten nur nach Terminvereinbarung erledigt werden. Gebucht werden die Termine online auf https://www.kiel.de/de/politik_verwaltung/service/termine.php  oder telefonisch unter (0431) 901-904. Für einige Anliegen wie Führungszeugnisse ist aber auch nachmittags kein Termin erforderlich.
 
Für Besuche in Stadtteilbürgerämtern wird grundsätzlich ein Termin benötigt. Mittwochs sind diese Einrichtungen nicht geöffnet. Die Buchung ist seit einiger Zeit unter https://www.kiel.de/de/politik_verwaltung/service/termine.php möglich.

Sollten Sie nicht in Kiel wohnen, so informieren Sie sich bitte in Ihrer Gemeinde, wo und wie die Anmeldung erfolgen muss.

 

Beantragung des Aufenthaltstitels

 

Staatsangehörige aus der EU und dem EWR

benötigen in Deutschland  keinen Aufenthaltstitel.
 

Staatsangehörige aus Drittstaaten (NICHT-EU)

müssen nach Einreise und nach der Anmeldung beim Einwohnermeldeamt einen Termin bei der zuständigen Zuwanderungsabteilung beantragen, um einen Aufenthaltstitel zu erhalten. Für die Beantragung eines Termins müssen Sie aber nachweisen, dass Sie schon einen Termin beim zuständigen Einwohnermeldeamt haben, denn dadurch entscheidet sich, welche Zuwanderungsabteilung für Sie zuständig sein wird.
 
Sobald Sie einen Termin für die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt in Kiel haben, sollten Sie auch schon einen Termin bei der Kieler Zuwanderungsabteilung vereinbaren, indem Sie eine Email schicken an zuwanderungsabteilung@kiel.de.
 
Sollten Sie in einer anderen Stadt wohnen, so erkundigen Sie sich bitte, wo sich die für Sie zuständige Zuwanderungsabteilung befindet und wie Sie dort Termine vereinbaren können.
 
Im Allgemeinen werden Sie folgende Unterklagen benötigen:
 
  • Ausgefüllte Meldebestätigung des Einwohnermeldeamtes / des Bürgeramtes
  • Nachweis über eine private oder gesetzliche Krankenversicherung
  • Studentenausweis der Hochschule
  • Finanzierungsnachweis
  • Gültiger Pass
  • Geld für anfallende Gebühren (fragen Sie vorher bei Ihrer Ausländerbehörde nach den Tarifen)
     

Ihre zuständige Zuwanderungsabteilung wird Ihnen bei der der Terminvergabe aber mitteilen, was in Ihrem Fall alles mizubringen ist. Nach der Prüfung Ihrer Unterlagen wandelt die Zuwanderungsabteilungihr Visum in eine "Aufenthaltserlaubnis für Studienzwecke" um. Die Aufenthaltserlaubnis ist zunächst einmal auf ein bis zwei Jahre beschränkt. Da Studienprogramme in der Regel  mehrere Jahre dauern, werden Sie Ihre Aufenthaltserlaubnis nochmals verlängern lassen müssen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an
Jan Bensien
Email: jbensien@uv.uni-kiel.de